Was ist „Lehre im Dialog“ ?
„Lehre im Dialog“ ist eine digitale Workshop-Reihe für alle, die sich neue Impulse für die Lehre wünschen und an einem Austausch über innovative, inklusiv konzipierte Lehre in der Primarstufenlehrkräftebildung interessiert sind. Das Format findet monatlich zur Mittagszeit (13.00-14.00 Uhr) statt und dauert maximal eine Stunde. Im Mittelpunkt stehen der Austausch und die gemeinsame Diskussion: Personen aus Hochschulen geben Einblicke in ihre Lehre, teilen erprobte Konzepte und regen zur Diskussion an. Dabei gilt das Motto: „Impulse aus der Community für die Community“.
Wer kann teilnehmen?
Die Workshops sind offen für alle Community-Mitglieder und weitere Interessierte. Jede:r ist willkommen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Workshops finden digital über folgenden Zoom-Link statt:
https://uni-paderborn-de.zoom-x.de/j/62846217763?pwd=3KeBSYbRjBHalXybNcpEY4qcGB6MYx.1
Meeting-ID: 628 4621 7763
Kenncode: 735960
Wer kann einen Workshop gestalten?
Wir laden die Community ausdrücklich ein, sich mit einem Workshop zu beteiligen und eigene Erfahrungen, Projekte oder Konzepte rund um die Lehre einzubringen. Das Format lebt von der Vielfalt der Perspektiven. Wir möchten die Reihe weiterhin mit neuen Themen fortsetzen. Haben Sie selbst eine Idee – ob als grober Vorschlag oder schon als ausgearbeitetes Konzept? Dann melden Sie sich gerne bei Bernadette Bernasconi. Wir unterstützen Sie bei der konkreten Planung und Umsetzung und entwickeln gemeinsam ein passendes Workshop-Format.
Kommende Workshops
„Studierende auf die multiprofessionelle Kooperation im Ganztag vorbereiten“ am 25. Juni von 13.00-14.00 Uhr mit Dr. Alessa Schuldt (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Markus Sauerwein (TU Dortmund)
Die Kooperation von Lehrkräften und anderen pädagogischen Berufsgruppen gilt als eine zentrale Gelingensbedingung für die Schaffung qualitätsvoller Ganztagsangebote. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteur*innen oftmals mit vielfältigen Herausforderungen verbunden ist. Dies liegt nicht nur an teilweise ungünstigen Ausgangs- und Rahmenbedingungen, sondern ist häufig auch auf ein unzureichendes Bewusstsein für die Expertise und das Können der jeweils anderen Berufsgruppen zurückzuführen. Im Rahmen der von Bund und Ländern finanzierten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ erfolgte die Entwicklung erster interdisziplinär ausgerichteter Lehrprojekte, die die Studierenden für unterschiedliche professionelle Selbstverständnisse sensibilisieren und dadurch Vorurteile abbauen sollen, indem nicht ein Professionsverständnis präferiert wird sondern die jeweiligen Stärken präsentiert und angewendet werden.
Der Workshop verfolgt zum einen das Ziel, anhand einer Best-Practice-Beispielstudie zu demonstrieren, auf welche Weise sich derartige interdisziplinäre Lehrformate hochschulübergreifend und im digitalen Raum realisieren lassen. Zum anderen wird erörtert, inwiefern die Kooperation von Hochschullehrenden unterschiedlicher erziehungswissenschaftlicher Teildisziplinen dazu beitragen kann, universitäre Lehrveranstaltungen und Materialien durch eine „Kultur des Teilens“ weiterzuentwickeln und den Adressat*innenkreis zu erweitern. Zugleich werden kritisch die Rahmenbedingungen an Hochschulen reflektiert, worunter beispielsweise die Anerkennung von Semesterwochenstunden (SWS) zählen, denn oftmals ist es leichter mit Lehrenden anderer Hochschulen zu kooperieren, als mit Lehrenden der eigenen Hochschule.
„Anbahnung einer diversitätssensiblen Haltung angehender Grundschullehrkräfte“ am 07. Juli von 13:00-14:00 Uhr mit Kimberly Thater und Mareike Boos (beide Universität Paderborn)
Grundlage des Vortrags bilden Konzeption, Durchführung und Reflexion des Blockseminars „Professionalisierung für den Umgang mit Heterogenität in der Grundschule“. Der Fokus des Blockseminars liegt darauf „Heterogenität“ als theoretisches Konstrukt kritisch und unter einer diversitätssensiblen Perspektive zu beleuchten. Innerhalb des Seminars sollen Studierende dazu angeregt werden, ihre eigene pädagogische Haltung zu hinterfragen und durch multiperspektivische Zugänge zu erweitern. Gemeinsam wollen wir das Seminarkonzept und unsere Erfahrungen reflektieren und weiterdenken, um einen Dialog über Lehre anzustoßen.
Vergangene Veranstaltungen
01.06.2026 - Raumgestaltung für die inklusive Grundschule – bedürfnisorientiert, partizipativ und kooperativ
„Raumgestaltung für die inklusive Grundschule – bedürfnisorientiert, partizipativ und kooperativ“
mit Prof.in Dr. Petra Büker & Hannah Fernhomberg (Universität Paderborn)
Welche Bedeutung hat der Raum für das Lernen und Leben in der Grundschule? In welchem Verhältnis stehen Raum und Pädagogik? Und inwieweit eröffnen Räume Möglichkeiten der Selbstbestimmung, der Mitbestimmung, der Partizipation? Kinder verbringen immer mehr Lebenszeit in der Schule. Räume, seien sie für den Unterricht oder für den Ganztag konzipiert, schaffen (oder verhindern) Möglichkeiten der Begegnung und des Tuns. Sie tragen zur Identifikation der Kinder mit „ihrer“ Schule bei und haben wesentlichen Einfluss auf das schulische Wohlbefinden. Im Workshop möchten wir unser zweimalig erprobtes Seminarkonzept vorstellen und unsere Erfahrungen mit der PrimOER-Community diskutieren.
In dem als Blockveranstaltung angelegten Seminar werden die Relevanz des Raumes und dessen Gestaltungsmöglichkeiten unter bildungswissenschaftlichen Gesichtspunkten theoretisch, empirisch und praktisch ergründet. Dazu erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raumfunktionsansatz (Doberer, 2020) sowie aktuellen pädagogischen Raumkonzepten wie dem Churer Modell, dem Lernhauskonzept etc. Die Studierenden arbeiten an exemplarischen Fallbeispielen und überprüfen diese im Rahmen einer Exkursion an eine Bielefelder Grundschule, die nach dem Schulfamilien-Konzept arbeitet. Wir laden herzlich zum Workshop ein!
05.03.2026 - Demokratiebildung in der Grundschule: Beispiele, Diskussion und Reflexion für die Hochschullehre (Nadia Wahbe, Universität Bielefeld, und Dr. Veronika Dumbacher, Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
05.03.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
„Demokratiebildung in der Grundschule: Beispiele, Diskussion und Reflexion für die Hochschullehre„
von Nadia Wahbe (Universität Bielefeld) und Dr. Veronika Dumbacher (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
Der Workshop soll anhand von authentischen Beispielen für die Demokratiebildung in der Grundschule sensibilisieren. Das erste Beispiel stellt eine Unterrichtsmethode aus der bildungswissenschaftlichen Hochschullehre vor, mit der Demokratiebildung im Unterricht gefördert werden kann. Das zweite Beispiel nimmt Möglichkeiten in den Blick, wie in einem hochschuldidaktischen Seminar Studierende eigene demokratische Werte und Haltungen reflektieren können. Im Anschluss bleibt Zeit für Fragen der Teilnehmenden und das Einbringen eigener Ideen.
04.02.2026 - Studierende als Vertretungslehrkräfte (Prof'in Dr. Susanne Miller und Dr. Mona Stets, Universität Bielefeld, sowie Prof. Dr. Matthias Martens und Dr. Bernadette Bernasconi, Universität zu Köln)
04.02.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
„Studierende als Vertretungslehrkräfte”
von Prof’in Dr. Susanne Miller und Dr. Mona Stets (Universität Bielefeld) sowie Prof. Dr. Matthias Martens und Dr. Bernadette Bernasconi (Universität zu Köln)
Lehramtsstudierende sind zunehmend bereits während ihres Studiums als Vertretungslehrkräfte tätig. Als Reaktion darauf entwickeln Universitäten erste Maßnahmen zur Begleitung und Reflexion. Prof. Dr. Susanne Miller und Dr. Mona Stets geben im Rahmen des Projektes „Grundschulpädagogik für studentische Vertretungslehrkräfte” Einblicke in die Weiterentwicklung des Bielefelder Curriculums für Lehramtsstudierende. Ziel ist es, die Erfahrungen von Studierenden als Vertretungslehrkräfte in die wissenschaftliche Ausbildung einzubeziehen und ihnen einen Raum zur Reflexion zu bieten.
Prof. Dr. Matthias Martens und Dr. Bernadette Bernasconi berichten aus dem Kölner Lehrprojekt „Nebenjob Lehrer*in? – Reflexion und Qualitätsentwicklung der studienbegleitenden Berufstätigkeit von Lehramtsstudierenden in Schulen“, in dem sie gemeinsam mit Studierenden, Schulleitungen sowie einer Vertretung der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung eine Seminarkonzeption entwickelt haben. Anhand von Fällen aus der eigenen Schulpraxis können Studierende ihr Handlungsrepertoire erweitern, bedarfsgerechtes Wissen zu aktuellen bildungswissenschaftlichen Themen aufbauen und damit die Qualität von Unterricht und ihre Professionalisierung gezielt vorantreiben. Im Workshop stellen Prof. Dr. Susanne Miller, Dr. Mona Stets, Prof. Dr. Matthias Martens und Dr. Bernadette Bernasconi ihre Seminarkonzeptionen vor und teilen erste Erfahrungen der Erprobung. Im Anschluss ist Zeit für Austausch.
27.01.2026 - Kinderschutz in der Primarstufe (Prof'in Dr. Anke Spieß, Universität Oldenburg, und Heike Prüshoff, Universität Oldenburg)
27.01.2026, 13:00 – 14:00 Uhr
„Kinderschutz in der Primarstufe”
von Prof’in Dr. Anke Spieß (Universität Oldenburg) und Heike Prüshoff (Universität Oldenburg)
Der OER-Podcast „Kinderschutz in der Primarstufe“ erläutert im Wissenschaft-meets-Praxis-Format in zwei Staffeln Wissen, Zusammenhänge und interdisziplinäre Perspektiven für die Verbesserung des Kinderschutzes in der Primarstufe. Der Workshop stellt kurz die Inhalte des Podcast vor und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen der Integration in die Lehre für künftige Lehrkräfte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
21.10.2025 - Kollegiale Fallberatung in der Lehre (Prof'in Dr. Astrid Rank, Universität Regensburg)
Dokumentation:
Am 21. Oktober 2025 fand der erste Workshop der Reihe „Lehre im Dialog“ statt – mit Prof’in Dr. Astrid Rank (Universität Regensburg) zum Thema „Kollegiale Fallberatung in der Lehre“.
Im Workshop „Kollegiale Fallberatung in der Lehre“ gab Prof’in Dr. Astrid Rank einen Einblick in das Hamburger Modell der kollegialen Fallberatung und zeigte, wie sich die Methode in die eigene Lehre, insbesondere mit Lehramtsstudierenden, integrieren lässt. Nach einer Einführung wurde die Methode anhand eines Beispielfalls gemeinsam praktisch erprobt. Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle nochmals Prof’in Dr. Astrid Rank für den Einblick in das Konzept der kollegialen Fallberatung und die Gelegenheit, das Vorgehen unmittelbar praktisch zu erproben. Wir konnten wertvolle Impulse daraus für unsere eigene Lehrpraxis mitnehmen.
Auf Wunsch von Prof’in Dr. Astrid Rank stellen wir hier einige Materialien zur Verfügung:
Publikation in der GRUNDSCHULE zum Projekt BELEBT: https://www.westermann.de/artikel/53250100/Grundschule-Kollegiale-Fallberatung-Gemeinsam-Huerden-ueberwinden
Text von Sabine Sroka zur kollegialen Beratung (Heilsbronner Modell): https://www.utb.de/doi/abs/10.36198/9783838555652-190-213
24.11.2025 - „Wissenschafts-Praxiskommunikation erleben und mitgestalten: Erfahrungen aus dem Münchner Uni-Lernhaus” (Prof'in Dr. Uta Hauck-Thum, LMU München)
Dokumentation:
Am 24. November 2025 fand der zweite Workshop der Reihe „Lehre im Dialog“ statt – mit Prof’in Dr. Uta Hauck-Thum (L.MU München) zum Thema „Wissenschafts-Praxiskommunikation erleben und mitgestalten – Erfahrungen aus dem Münchner Uni-Lernhaus“.
Im Workshop gab Prof’in Dr. Uta Hauck-Thum Einblicke in das Konzept des Münchner Uni-Lernhauses und stellte darüber hinaus weitere Projekte und Ideen aus ihrer Arbeit vor. Sie zeigte, wie Lehr-Lernräume entstehen und gestaltet werden können, um einen gemeinsamen Ort für Kinder zum Forschen, Lernen und Ausprobieren zu schaffen. Besonders betonte sie die Bedeutung einer Wissenschafts-Praxis-Zusammenarbeit auf Augenhöhe und die enge Kooperation mit verschiedenen Akteur:innen im schulischen, gesellschaftlichen und universitären Kontext. Ihre ganzheitlichen und partizipativen Ansätze machten deutlich, wie gemeinsame Entwicklungsprozesse gelingen können und wie u.a. Studierende davon in ihrer professionellen Entwicklung profitieren können.
Auf der nachfolgenden Webseite finden Sie Materialien und Hinweise zur Vertiefung von Prof’in Dr. Uta Hauck-Thum:
- Blog Forschung und Lehre in der Kultur der Digitalität:
https://www.digitalitaet.com/
02.12.2025 - „Geschlechterwissen in der Lehre“ (Prof’in Dr. Antje Langer, Universität Paderborn)
Dokumentation:
Prof’in Dr. Antje Langer (Universität Paderborn) beleuchtete interaktiv den Begriff des Geschlechterwissens und zeigte, wie sich daraus eine Reflexionsfolie für die eigene Lehre entwickeln lässt. Im Mittelpunkt stand die Frage, welches Geschlechterwissen in die Lehre einfließt, dort hervorgebracht wird und für eine geschlechter(verhältnisse)reflektierende Lehre notwendig ist.