PrimOER geht weiter!
Wir freuen uns sehr, dass PrimOER bis Ende April 2027 verlängert wird! Damit können wir unsere gemeinsame Arbeit weiterführen und gezielt ausbauen. Künftig rücken insbesondere die Ganztagsbildung in der Grundschule und die multiprofessionelle Teamarbeit noch stärker in den Fokus. Geplant sind unter anderem eine neue Fokusgruppe zu diesem Thema und die Erweiterung der Zielgruppen um Lehrende, die pädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter:innen und Schulpsycholog:innen für den Einsatz in der inklusiven Ganztagsgrundschule ausbilden. Zudem ist eine Weiterentwicklung des PrimOER-Portals vorgesehen, etwa durch zusätzliche Funktionen in der OER-Sammlung. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und darauf, diesen Weg gemeinsam mit der Community weiterzugehen! Der offizielle Kick-Off für die Communityerweiterung findet am 29. September 2026 statt.
Für diese kommende Projektphase sind unsere Ziele unter anderem:
Kommende Lehre im Dialog Termine
„Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Den schulischen Ganztag gemeinsam mit Studierenden bewegungsorientiert gestalten“ am 23. September von 13:00-14:00 Uhr, Dr. Nicole Satzinger (Universität Paderborn)
Da Kinder einen zunehmend großen Teil ihres Alltags in der Schule verbringen, ist diese zu einem zentralen Bestandteil ihrer Lebenswelt geworden. Damit ist ein erhebliches Potenzial verbunden, Bewegungsaktivitäten von Kindern systematisch zu fördern und für ihre Entwicklung sowie ihre Lernprozesse zu nutzen. Die Realisierung dieses Potenzials erfordert jedoch eine entsprechende Qualifizierung des pädagogischen Personals. Insbesondere die Sensibilisierung und fachübergreifende Qualifizierung zukünftiger Lehrkräfte gilt dabei als zentrale Voraussetzung für eine gelingende Umsetzung. Vor diesem Hintergrund setzt der Workshop unmittelbar in der Lehrkräfteausbildung an. Zunächst werden die theoretischen und organisatorischen Hintergründe vermittelt. Anschließend wird gezeigt, wie die Studierenden im Rahmen ihrer Lehramtsausbildung lernen, einen bewegungsorientierten Schulalltag zu gestalten und in der pädagogischen Praxis umzusetzen.
„Multiprofessionelle Teamentwicklung: Haltung als verbindende Dimension professioneller Handlungskompetenz“ am 07.Oktober von 13-14:00 Uhr, Kevin Schaeper (FH Münster)
Multiprofessionalität ist im Bildungskontext in aller Munde: Sie wird politisch eingefordert, rechtlich gestärkt und gilt als zentrales Qualitätsmerkmal moderner Bildungs- und Erziehungsarbeit. Insbesondere im Gemeinsamen Lernen sowie in der Ganztagsbildung an Grund- und weiterführenden Schulen sollen multiprofessionelle Teams dazu beitragen, den vielfältigen pädagogischen Anforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Doch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen führt nicht automatisch zu mehr Qualität. Im Gegenteil: Je vielfältiger ein Team zusammengesetzt ist, desto größer ist die Gefahr für Konflikte, Missverständnisse, destruktive Teamdynamiken oder Rollenstress. Eine nachhaltige Qualitätsentwicklung gelingt daher erst, wenn auch die Zusammenarbeit bewusst gestaltet wird. Dafür braucht es kontinuierliche Teamentwicklung, Zeit für Aushandlungsprozesse sowie den Aufbau von Vertrauen. Im Vortrag wird auf theoretischer Grundlage die gemeinsame Haltung als verbindende Dimension professioneller Handlungskompetenz herausgearbeitet. Ihre bewusste Reflexion und Klärung bildet eine wesentliche Voraussetzung dafür, unterschiedliche professionelle Perspektiven produktiv miteinander zu verknüpfen und die angesprochenen Teamentwicklungsprozesse zu fördern. Als Dozent für Spezifische Methoden der Sozialen Arbeit in Krisen und Konflikten bringe ich dafür eine praxisnahe Methodenkiste mit, die hilft, Konflikte in Teams vorzubeugen. Insbesondere werden Methoden und Übungen vorgestellt, die einen subjektorientierten und selbstreflexiven Zugang zur Teamentwicklung ermöglichen. Neben fachlichen Aspekten stehen dabei auch die Reflexion eigener Bedürfnisse, Werte, Normvorstellungen und Beziehungsmuster im Mittelpunkt. Ziel ist es, bereits Studierende für diese Aufgaben zu sensibilisieren und zu professionalisieren, damit die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team einen positiven Einfluss auf die Qualität der Bildungsarbeit nimmt. Es ist ausreichend Zeit für Fragen, Erfahrungsaustausch und Diskussion eingeplant.
„Und täglich grüßt ein Hindernis – Strategien zur Vermeidung digitaler Barrieren in der alltäglichen Präsentationspraktik“ am 13. Oktober und am 13. November von 13:00-14:00 Uhr, Moritz Knurr (Universität Paderborn)
Präsentationen gehören zum Alltag universitärer Lehre. Die bewusste Vermeidung digitaler Barrieren innerhalb dieser Präsentationen ist jedoch selten. In dem Workshop werden daher Strategien vorgestellt, die Lehrenden dabei helfen sollen, digitale Barrieren in ihrer alltäglichen Präsentationspraktik abzubauen. Präsentieren wird während des Workshops jedoch nicht nur als technische Aufgabe, sondern auch als kulturelle Praxis verstanden. Zunächst steht deshalb die Frage im Mittelpunkt, was „Alltag“ überhaupt bedeutet und wie gerade alltägliche Praktiken dabei helfen können, barrierearme Präsentationen nicht als Zusatzaufgabe, sondern als selbstverständlichen Teil guter Lehre zu verstehen. Anschließend richtet sich der Blick auf typische Hürden bei der Erstellung von PowerPoint-Präsentationen: knappe Zeit, technische Komplexität, ästhetische Ansprüche und die Frage, welchen Nutzen barrierearme Präsentationen für alle Studierenden haben. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um praktikable Schritte: kleine Handlungen, die sich in die eigene Lehrpraxis integrieren lassen und digitale Barrieren spürbar reduzieren können. Alle Teilnehmenden sind in der Abschlussrunde dazu eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen und Strategien zu teilen, mit denen sie versuchen, Barrieren in ihrer Lehre abzubauen.
Was ist Lehre im Dialog?
„Lehre im Dialog“ ist eine digitale Workshop-Reihe für alle, die sich neue Impulse für die Lehre wünschen und an einem Austausch über innovative, inklusiv konzipierte Lehre in der Primarstufenlehrkräftebildung interessiert sind. Das Format findet monatlich zur Mittagszeit (13.00-14.00 Uhr) statt und dauert maximal eine Stunde. Im Mittelpunkt stehen der Austausch und die gemeinsame Diskussion: Personen aus Hochschulen geben Einblicke in ihre Lehre, teilen erprobte Konzepte und regen zur Diskussion an. Dabei gilt das Motto: „Impulse aus der Community für die Community“.
Wer kann teilnehmen?
Die Workshops sind offen für alle Community-Mitglieder und weitere Interessierte. Jede:r ist willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Workshops finden digital über folgenden Zoom-Link statt:
https://uni-paderborn-de.zoom-x.de/j/62846217763?pwd=3KeBSYbRjBHalXybNcpEY4qcGB6MYx.1
Meeting-ID: 628 4621 7763
Kenncode: 735960
Wer kann einen Workshop gestalten?
Wir laden die Community ausdrücklich ein, sich mit einem Workshop zu beteiligen und eigene Erfahrungen, Projekte oder Konzepte rund um die Lehre einzubringen. Das Format lebt von der Vielfalt der Perspektiven. Ab Januar 2026 möchten wir die Reihe mit neuen Themen fortsetzen. Haben Sie selbst eine Idee – ob als grober Vorschlag oder schon als ausgearbeitetes Konzept? Dann melden Sie sich gerne bei Bernadette Bernasconi. Wir unterstützen Sie bei der konkreten Planung und Umsetzung und entwickeln gemeinsam ein passendes Workshop-Format.
Weitere Fragen?
Im nebenstehenden Flyer (tba) finden Sie die nächsten Workshops, zu denen wir herzlich einladen!
Weitere Informationen finden Sie hier und im Veranstaltungskalender.
Neue Wege in der Lehre
Möchten Sie Ihre Expertise, Ihr Wissen und Ihre Lehrkonzepte mit Kolleg:innen aus der Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik teilen?
Möchten Sie dabei offene Bildungsressourcen (OER) zu inhaltlichen (Querschnitts-)Themen nutzen, die Sie interessieren und für Ihre Lehre wichtig sind?
Möchten Sie Erfahrungen sammeln mit neuen Kollaborationsformaten im Sinne von Open Educational Practices (OEP) und dies als Chance nutzen für die Qualitätsverbesserung Ihrer Lehre?
Dann werden Sie Teil unserer PrimOER-Community!
Mit Fokus auf die universitäre Phase der Grundschullehrkräftebildung wird in PrimOER eine Fachcommunity von Lehrenden aus den Bildungswissenschaften und den grundschulbezogenen Fachdidaktiken aufgebaut. In PrimOER sollen die Chancen einer fächerübergreifenden „Kultur des Teilens“ von Expertisen, Lehrveranstaltungskonzepten sowie frei zugänglichen Lehr-/ Lernmaterialien (OER) genutzt werden, um über neue Formen der Kooperation (OEP) in der Lehre eine bessere Qualifizierung angehender Grundschullehrkräfte für den Umgang mit Heterogenität zu erreichen. Die Kooperation wird durch das PrimOER-Portal als digitale Vernetzungsumgebung unterstützt. Gelingensbedingungen der Communityarbeit werden formativ evaluiert.
PrimOER ist ein Verbundprojekt der Universitäten Paderborn und Bielefeld.
Leitung: Prof. Dr. Petra Büker und Team (Universität Paderborn), Prof. Dr. Gudrun Oevel und Team (Universität Paderborn), Prof. Dr. Anna-Maria Kamin und Team (Universität Bielefeld)
Gefördert durch: BMBFSFJ, Förderlinie OE_COM, Laufzeit Mai 2024 – April 2027 (Förderkennzeichen: 01PO23010)
Wer oder was ist eigentlich „PrimOER“?
Hier finden Sie ein Kurzvideo, welches erklärt, worum es bei PrimOER geht und welche Ziele die Community verfolgt.
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Weitere InformationenKuratiertes Material
Hier finden Sie eine zusammengestellte Sammlung an öffentlich zugänglichen Materialien für die Lehre

Institutioneller Kinderschutz – Unterstützung bei der Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen
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Rechtliche Grundlagen zum Kinderschutz – Überblick zur nationalen und internationalen Gesetzgebung
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